Das Asventum

Die asventischen Lehren sind die vorherrschenden im Vereinten Hohanischen Reich und verehren das göttliche Paar aus Sonne und Mond, deren EWIGER bUND Leben und Verfall im Gleichgewicht hält.

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Theologie
Das Asventum sieht das Leben nicht als linear, sondern als ewig zirkulierend. Ein ewiger, sich widerholender Kreislauf. Sonne und Mond sind dementsprechend keine Gegenspieler, sondern gegenseitige Vollender, die unsere Existenz erst zu etwas wertvollem machen, ihr Sinn verleihen. Beide gelten als gleichwertig und werden als König und Königin apostrophiert, doch das Volk tendiert, je nach Region dazu, eine Seite stärker zu verehren. Dabei wendet sich vorzugsweise der Süden an Ismerea und der Norden an Ybus mit ihren Gebeten.

Der Glaube sieht weder Himmel, noch Hölle vor, sondern lebt mit dem Grundgedanken der Widergeburt. Ein Körper stirbt, doch seine Seele lebt weiter.

Mit dieser Philosophie schwingt ein wichtiger Gedanke allgegenwertig mit: Sei gut und es wird auch dir gutes widerfahren. Quäle und in deinem nächsten Leben wirst du gestraft. Denn welches Leben wir als nächstes führen, wissen wir nicht. In einigen Abzweigungen glaubt man sogar daran, dass verdorbene Seelen das endgültige Ende droht und sie den ewigen Kreis durchbrechen, um gänzlich zu verschwinden. Außerdem wird angenommen, dass Seelen persönlich abschließen und unerfüllte Aufgaben beendet wissen müssen, um ins nächste Leben zu gehen, da sonst ihre Seele körperlos umherrirrt. 
Sonne & Mond - Ein trauriges Schicksal
Zwei Götter, geboren aus unzähligen Sternen. Tochter und Sohn des Himmelzeltes. Beide vom gleichen Schlag und dennoch grundverschieden. Mit ihnen zusammen entstand die Erde. Die Sonnengöttin, Ismerea, schenkte ihr Leben, ließ Pflanzen gedeihen und schuf die Tiere. Unter ihrer Hand erblühte die Welt. Doch ihr Bruder Ybus, Gott des Mondes, der keineswegs von böswilliger Natur war, verliebte sich in die schöne Göttin. Auch sie schien ihm nicht abgeneigt, doch das Schicksal spielte gegen sie: Während sie das Leben schuf, zerstörte er es. Verstohlene Blicke folgten. Und eines Tages, da sendete Ismerea mit ihrer Winterkrähe Ybus einen tiefroten Apfel. Er sollte ein Zeichen ihrer Zuneigung sein. Doch als der Gott die Frucht berührte, verfaulte sie augenblicklich und verendete.

Ein Kreislauf begann. Ein Muster, dem alles erliegen sein sollte: Was gedieh sollte irgendwann enden und Raum für neue Dinge schaffen. Dieses einfache Gesetz war Strafe und Geschenk gleichermaßen. Die Geschwister, die sich nie auch nur berühren konnten, waren für immer getrennt und doch ergänzten sie sich mit einem schicksalhaften Band, das über sie hinausging.

Ismerea ist die Sonne, die über die Lebenden wacht. Ybus ist der aufgehende Mond, der die Gereisten auf ihrem Weg in ein neues Leben begleitet. Das Asventum sieht daher unser Dasein als Geschenk an. Etwas, dass man nicht vergeuden, sondern ausschöpfen sollte. So erinnern die Gläubigen des Asventums bis heute an die Liebe zweier Götter, die sich nie berühren durften und deren Sehnsucht die Welt erschuf.
Lese HIER etwas zu den verschiedenen asventischen Bräuchen.