Yepharen: Ein Steckbrief
Sie sind erhabene Wesen, dem Turpis vermeintlich völlig überlegen. Was sollte man sonach über sie wissen?
Blutlinien
Vollblüter
reine Yepharen
Als Vollblut beschreibt man jene, die in den letzten vier Generationen kein (halb-)menschliches Blut in ihrer Familie verzeichnen. Sie gelten somit als rein und machen den Großteil der Yepharen aus und stehen auf Grundlage ihrer feinen Fähigkeiten über unreine Yepharen.
Halbblüter
das verunreinigte Blut
Wer etwa zu gleichen Teilen menschliche und yepharische Vorfahren hat, gilt bereits als Halbblut. Ein unreiner Yephare. Diese haben oftmals Schwierigkeiten damit, ihre Urform aufrecht zu erhalten und auch ihr Jagdtrieb ist geringer. Allgemeinhin gelten ihre Sinne auch als abgestumpfter, als läge ein dichter Nebel über sie. Zusätzlich berichten einige, ihre Krallen würden schneller brechen, sind weniger belastbar.
*Altblüter
das Blut der Ersten
Die Altblüter sind nicht nur reinen Yepharen ebenbürtig, sondern stehen sogar über diese. Sie tragen die Gene der ersten Yepharen inne, was es ihnen erlaubt, auf die feinen Sinne und physische Stärke ihrer Ahnen zurückzugreifen. Selbst ihre Nase soll feiner sein, ganz so, als würden sie die Auren von Lebewesen sehen können. Ihren Geruch. Auch wenn diese bereits fort sind, was sie zu beinahe unfehlbaren Jägern macht. Ihre Urform mag derer anderer Yepharen zwar gleichen, doch ihre menschliche weist bereits auf ihre besonderen Gene hin: Ihre Ohren laufen spitz zu. Aufzeichnungen sprechen davon, dass sie eine umwerfende Ausstrahlung besitzen, die selbst Vollblüter in die Knie zwingt. Wie geborene Alphawölfe, die sich über das gesamte Rudel erheben. Dieses Blut lässt sich nicht so einfach vererben, kann mehrere Generationen überspringen, ist aber bei reinen Yepharenfamilien wahrscheinlicher. Manche nennen es Glück, andere Schicksal.
*Truglinge
eine seltene Anomalie
Diese Yepharen tragen eine Maske. Eine, von der sie selbst nicht einmal wissen. Sie wirken menschlich und werden daher auch von anderen Yepharen für Turpis gehalten. Ihnen fehlen die Instinkte, die Urform und das Verlangen zu jagen.
Ein Trugling tritt erst dann zutage, wenn er mit tief verstörenden Momenten konfrontiert wird. Erst ein traumatisches Ereignis kann seine wahre Natur erwachen lassen, wodurch er zu einem reinen Vollblüter wird, jedoch - gerade in den ersten Tagen nach dem Erwachen - kaum seine Triebe kontrollieren kann. Schließlich hat er es nie gelernt, was Truglinge, auch später noch, sehr gefährlich macht.
Diese besondere Anomalie kann nur in menschlichen Familien auftauchen, die in ihrem Stammbaum yepharisches Blut tragen. Das Gen liegt bereits viele Generationen zurück, was es schwerer nachzuverfolgen macht. Bei manchen bricht es auch nie aus. Daher kann man Truglinge nicht vorher erkennen.
*können nur mit einer Erlaubnis gespielt werden, da wir ihre Seltenheit bewahren wollen. Fragt also bitte erst im Forum oder bei einem Admin direkt per PN nach!
Physiognomie & Ethologie

Urform - Die wahre Gestalt
Yepharen sehen gemeinhin zwar aus wie ganz normale Menschen, besitzen aber eine zweite Gestalt. Diese kommt meist nur dann zum Vorschein, wenn sie starke Gefühle, wie Wut, Furcht, Jagdtrieb oder Kampfeslust empfinden. Allerdings sind sie auch in der Lage ihre Urform ganz willentlich anzunehmen. Dieser Prozess ist schmerzfrei, kann aber, sollte man den Impuls sich zu verwandeln unterdrücken, zu Herzklopfen und Schwindelgefühlen (selten zu Kontrollverlust) führen. Gerade weibliche Yepharen versuchen Verwandlungen zu vermeiden, da es sich für Damen nicht schicke. Selbst kleine Kinder sind in der Lage die Gestalt zu wechseln. Dies geschieht mal schnell, mal langsam fließend.
Diese sogenannte Urform lässt sich gut an ihren ausgeprägten, dunklen Krallen erkennen, die an den lang gewordenen Fingern sichtbar werden. Die Hände/ Klauen nehmen eine schwarze Färbung an, die bis zum Oberarm reichen kann. So werden auch die Ohren länger und können an ihren spitz zulaufenden Enden eine ebenso dunkle Farbe annehmen. Auch die restliche Haut wird fahler, teilweise sogar grau, als wären sie durch Asche gelaufen. Zudem wird das gesamte Auge in ein tiefes Schwarz gehüllt. Im Weiteren wird das sonst menschengleiche Gebiss durch scharfe Fang- und Reißzähne getauscht.
Der Urgestalt spricht man außerdem eine Aura zu, die in Nichtyepharen eine tiefe Angst schüren kann. Begleitet wird das Unwohlsein, dass man in der Nähe der Vollverwandelten hat, von einem leichten Raunen, dass die natürliche Stimme des Trägers minimal dunkler klingen lässt.

Fähigkeiten
Die Sinne der Yepharen sind selbst in ihrer herkömmlichen Gestalt präziser als die eines gewöhnlichen Menschen. Insbesondere in Dunkelstunden zeigt sich ihre überlegene Natur: Durch ihre Augen sind sie in der Lage, selbst bei wenig Licht ausgezeichnet sehen zu können. Darüber hinaus übersteigt ihr Gehör das turpische, denn sie können entfernte auditive Reize oder gar Herzschläge registrieren, wenn sie sich aktiv darauf konzentrieren. Ihre olfaktorische Wahrnehmung kommt der anderen Raubtieren gleich und erlaubt es ihnen nicht nur Spuren zu verfolgen, sondern zusätzlich Emotionen zu einem gewissen Maß zu erkennen. Angst, Mordlust, ja, sogar Erkrankungen lassen sich für sie mitunter riechen, wenn sie sich in ihrer Urform bewegen.
Außerdem sind Yepharen begnadete Jäger aufgrund ihrer lautlosen Fortbewegung, wenn sie sich in hoher Anspannung befinden. Ganz so, als würden sie aus dem Nichts auftauchen.
Verletzungen, wie Prellungen oder oberflächliche Kratzer können in ihrer Urform binnen weniger Minuten heilen. Dies betrifft allerdings nur kleinere Blessuren.
Nicht immer bedarf es einer vollständigen Verwandlung, um Attribute ihrer Urgestalt anzunehmen und ihre überlegene physische Kraft einsetzen zu können. Viele Yepharen beherrschen die Kunst der patiellen Metamorphose, können ihre Krallen und andere Partien verwandeln, ohne in Gänze die Form ändern zu müssen.

Lebensweise
Die Yepharen sind Karnivoren. Noch vor tausenden von Jahren, bevor Melvan Ⅰ. den Thron bestieg - und den stählernen Zirkel ins Leben rief - zeichneten sich grausame Jagdtriebe in ihren Reihen ab. An eine wirkliche Sittsamkeit war nicht zu denken, als die ersten Yepharen ausschließlich nach dem Fleisch von Menschen trachteten. Es gab keinerlei Gesetze, die dieses infernalische Tun verbaten.
Mittlerweile sind die Yepharen nicht mehr auf menschliches Fleisch angewiesen und konsumieren, neben herkömmlichen Speisen, frisches Tier. Ihre Körper sind zwar in der Lage vegetarische Gerichte zu sich zu nehmen, doch ganz auf Fleisch verzichten können sie nicht, da ihr Körper darauf ausgelegt ist und sie dem Wahnsinn verfallen könnten, falls sie mehrere Wochen ohne auskommen müssten.
Manche aber, so flüstern es einige verräterische Zungen, scheinen ihren alten Riten nicht abgeneigt zu sein. Auf Schwarzmärken kann man bis heute noch menschliches Blut erwerben. Dieses kann den Konsumenten in einen außergewöhnlichen Rausch versetzen, verstärkt seine Kräfte mehr, als es jedes Wildfleisch könnte.

Schwachstellen
Der wohl bekannteste Nachteil, den Yepharen besitzen, ist Kupfer. Es kann bei Kontakt nicht nur schwere allergische Reaktionen hervorrufen, sondern bei längerer Aussetzung zu Verbrennungen, einem antiallergischen Schock bishin zum Tode führen.
Zusätzlich sind Gift und Krankheiten wirksame Mittel, die wie bei Menschen wirken können. Stoppt man die Zufuhr carnivorer Nährstoffe, so werden sie schwächer, bis sie nicht einmal mehr die Kraft haben selbst jagen zu gehen oder sich gegenüber Angreifern zu wehren. Auch die Urform ist dann zu anstrengend, um sie lange aufrecht erhalten zu können.

Der stählerne Zirkel

Melvan Ⅰ. rief den stählernen Zirkel im Jahre 8 n.M.K. ins Leben. Seitdem hat sich die Vereinigung fortwährend weiterentwickelt, doch immer mit einem großen Ziel: Turpis und Yepharen gleichermaßen zu schützen. Der Zirkel veranlasste das Gesetz, dass menschliches Blut niemals wieder durch eine Jagd vergossen werden dürfe.
Zwar agiert der Zirkel gemeinsam mit dem Königshaus, doch ist selbst recht demokratisch unter seinen aktiven Mitgliedern, die in den Rat einberufen wurden. Dabei handelt er zwar im Namen der Krone, trifft aber auch unabhängig von dieser Entscheidungen - ganz im Namen der Verfassung, die nicht gebrochen werden darf.
Überdies ist vorwiegend dem hohen Adel eine Mitgliedschaft im Rat vorbehalten, doch die Statuten räumen jedem Yepharen, der adeligen Blutes ist, einen Platz im Zirkel ein. Allerdings wurden in der Vergangenheit bereits Fälle verzeichnet, in dem einfache Bürger dem Bund angehörten.