Bekannte Häuser

"Everyone who isn’t us is an enemy."

Ein großer teil des Adels hat aufgrund von vergangenen Kriegen und Groll viele Verluste zu bedauern gehabt, doch es gibt immer noch einige Häuser die aus der Asche hervorgetreten sind - vierzehn an der Zahl. Ein kluger Kopf sollte sie kennen:

Nach oben scrollen Button
Große & einflussreiche Familien

da Lildain
"Immerwährendes Leuchtfeuer!"
hohanischer Herkunft
 
Wappen
Der gekrönte, weiße Greif steht in Weisheit, Vernunft und Tugend. Kraftvoll stellt er sich vor die tiefroten Fehler vergangener Zeiten, um weder zu vergessen, noch zu beschönigen, sondern um zu schützen.

Charakteristik
Das älteste Königshaus des Reiches, noch vor dessen Vereinigung verehrt, galt seit jeher als Inbegriff ruhmvoller Besonnenheit. Man sagt, ein stiller Glanz umgab bisweilen jeden ihrer Herrscher. Eine Würde, die nicht gelernt, sondern vererbt wurde. Ihre Entscheidungen waren selten hastig, sondern vielmehr das Ergebnis scharfer Beobachtung und geduldiger Berechnung.

In ihrer Nüchternheit lag ihre größte Stärke. Die da Lildain vertrauten niemals dem Zufall: Kein Schritt, kein Wort, kein Bündnis ohne vorherige Prüfung. Manche nennen es Übervorsichtigkeit, doch im Kern ist es ein tiefes Verständnis für Macht, das sie geleitet hat. Geduld war ihr Schwert, Wissen ihr Schild. Selbst auf dem Gipfel ihres Einflusses prunkten sie nie mehr, als der Augenblick erforderte. Ihr Reichtum zeigte sich nicht im Glanz der Güter, sondern in der Klarheit ihrer Entscheidungen.

Ihr Antlitz zeugt von edler Dignität: honigblondes Haar, das in warmen, dunkel schimmernden Strähnen wie gereifter Bernstein ihr Haupt drapiert. Ihre Augen hingegen funkeln in einem tiefen Silber, das seinen Betrachtern aufmerksam entgegentritt.


Geschichte
Noch lange vor der Vereinigung des Reiches herrschten die da Lildains über das Land der Hohanen. Hierbei waren sie keine Eroberer, sondern beflissene Lenker. In Zeiten, in denen andere Herrscher mit Gewalt nach Einfluss griffen, wählten sie den ruhigeren, aber weitaus zuverlässigeren Weg: Beobachten. Ausharren. Zuschlagen, wenn sich der ideale Moment ergibt.

Ein wesentlicher Teil ihres Aufstiegs lag in der Art, wie sie ihre Umgebung lasen. Aus Gefallen wurden Schulden, aus Schulden Allianzen. Wer sich gegen sie stellte, fand sich bald in höflich formulierten Abhängigkeiten wieder, selbstredend nie offen bedroht, doch allweil mit dem Wissen, wem man zu Dank verpflichtet war.

Manche Häuser, die sich anfänglich gegen sie stellten, wurden nicht durch das Schwert gebeugt, sondern durch die Schwere ihrer Verpflichtung, die die Zeit mehrte. Die da Lildains verstanden, dass Loyalität nicht erzwungen, sondern sorgfältig... kultiviert wird.

Als Melvan I. schließlich die zwei Länder vereinte, wirkte sein Aufstieg wie die natürliche Konsequenz all dessen, was Geschichte schrieb. Der Eiserne Zirkel wurde gegründet, die geschwächten Häuser unter einem Banner gesammelt und das Königshaus trat hervor, als sei es seit jeher dazu bestimmt gewesen. Ihre Chronik ist auffällig frei von Makeln, als hat ihnen das Schicksal selbst den Weg geebnet.

Zeitgleich profitierten sie von Vasallen, die das Fundament ihrer späteren Stellung mittrugen: Darunter vorwiegend die Mungells, Haus Wanguria und die lymischstämmigen sel' Veldurn. Während die da Lildains ihre Ideen malten, waren es andere, die die frühen Gesetze und Leitgedanken des Eisernen Zirkels verbreiteten und festigten. Eine Ordnung, die später so eng mit dem Namen der Krone verknüpft sein würde. Wer tief genug in die Geschichte blickt, erkennt, woher die wahren Wurzeln ihrer Macht herrühren.
 


da Lilbaren
"Seht mein Lodern!"
hohanischer/ lymischer Herkunft
 
Wappen
Als Schwesternhaus der da Lildains symbolisieren sie die Verbindung zu ihren Wurzeln mit dem Löwen, der ein Teil des Greifens ist. In einem solennen Gold zeigt er sich, erhebt sich, stehend für die Macht, die durch ihre Adern fließt. In Rot getaucht wie die Vorfahren und geteilt durch das innige Schwarz, das ihnen Eigenständigkeit und Macht verleiht.

Charakteristik
Das ehrwürdigste Blut nach der Krone, so zumindest würden sie sich selbst betrachten, schließlich hätte ihnen der Thron genauso zustehen können. Angetrieben von dieser unausgesprochenen Wahrheit gelten sie als Impulsiv, von einem Temperament, das den vun Oflaard Konkurrenz macht. Eine Inbrunst, die ihnen bereits in vergangenen Zeiten Chancen verspielt hat. Zwar mögen die da Lilbaren wahre Strategen sein, doch behält Zorn und Neid allweil die Oberhand. Ein Löwe, der nach dem Thron giert, ihn jedoch nie erreichen kann. Sie fallen, doch bleiben nie liegen, was ihrem Einfluss und Ruf geschuldet sein könnte.

Trotz ihrer immerfort andauernden Glut sind sie Meister höfischer Etikette: erste Diener der Krone, Vorreiter des Zirkels, verkörpern den Adel in seiner reinsten Form. Doch Treue ist in ihren Augen kein Gefühl, sondern ein Instrument, das sie spielen, solange es sie weiter nach vorn bringt.

Sichtbar trägt das Geschlecht die Nähe zum königlichen Erbe: das Haar aschblond und die Augen wie Ebenholz. Matter Glanz, getrübt durch früh vermischtes lymisches Adelsblut. Ein Sinnbild ihres Anspruchs und dem Leben im Schatten.


Geschichte
Das Haus da Lilbaren zählt zu den jüngeren Adelsgeschlechtern des Reiches. Seine Ursprünge reichen in die Zeit vor der Reichseinigung zurück, als das Hohanische Reich und Neu-Lykia noch getrennte Länder waren. Damals spaltete sich ein Zweig des Hauses da Lildain ab, um die Herrschaft im neu gewonnenen Territorium zu sichern. In enger Verbundenheit mit lymischen Häusern erklärten die da Lilbaren im Jahre 49 v.M.K. dann ihre Eigenständigkeit und lösten sich damit bewusst von ihren Wurzeln.

Über mehrere Jahrzehnte hinweg blühte das Schwesternhaus auf und erreichte beinahe denselben Einfluss wie seine Verwandten. Doch mit der Einigung der beiden Reiche schwand ihre Macht. Der stolze Zweig sah sich gezwungen, die Krone anzuerkennen und zu Vasallen der alleinigen Herrscher zu werden. Ein Schritt, den sie nie gänzlich zu überwunden haben scheinen.
 


Wanguria
"Raffinesse in jedem Schritt!"
hohanischer Herkunft
 
Wappen
Loyalität, Edelmut und Wachsamkeit spricht man dem Windhund zu. Drei wertvolle Eigenschaften, mit denen sich das hohanische Haus identifiziert. Als Jäger mit langer Tradition ehren die Wanguria diese Tiere und finden sich in ihnen wieder, in hellen und dunklen Streifen präsentiert, die für die Güte und fein dosierte Durchsetzungskraft dieser Familie stehen.

Charakteristik
Als treues und gutgesinntes Haus sind sie hoch bei Hofe angesehen. Durch ihr ehrliches, aber nicht anstrengendes Wesen haben sie sich mehr Freunde als Feinde gemacht, handeln viel und helfen ihren Verbündeten mit Freude aus. Manche mögen sie naiv und zu herzensgut nennen, doch kann man einen Freund wirklich das besonnene Denken absprechen? Sie seien sogar zu verweichlicht im Umgang mit den Turpis, sagt man ihnen nach. Es mag sein, dass die Wanguria schnell Vertrauen fassen, sich gutstellen wollen und andere mit offenen Armen empfangen, doch als innige Vasallen des Königshaus sind sie wahrhaftig mächtige Edelmänner und -frauen, die auch andere Register aufziehen können (wenn auch eher widerwillig). Das Jagen von Menschen verlegten sie nach der Gründung des Zirkels auf Wald und Wild. Dazu züchten sie mit großer Vorliebe Windhunde für die Jagdsaison, die nicht grundlos ihr stolzes Familienwappen repräsentieren. Begleiten diese Tiere sie doch auf Schritt und Tritt. Ihre Statur ist lang und drahtig, ihr Gesicht schmal und die Nase markant gebogen.

Geschichte
In der Geschichte fielen die Mitglieder des Hauses selten auf, trugen aber einen großen Teil zu der Krönung von Melvan Ⅰ. bei. Als loyale Mitstreiter des heutigen Königshauses verfolgten sie ähnliche Ansichten wie die da Lildain und verhalfen ihnen bei den Kriegen der drei Könige zum Sieg. Daher gehören sie auch zu einer der älteren, hohanischen Blutlinien.
 


sel' Veldurn
"Ein Wort, ein Versprechen!"
lymischer Herkunft
 
Wappen
Als Symbolbild für das Ritterjahrhundert, dessen Krieger mit weißen Tulpen vom Volke selbst ausgezeichnet wurden, steht die Tulpe mit der Blüte in Alabaster auf einer Wiese mit dem hoffnungsvollen Himmel verbunden.

Charakteristik
Diese Familie zeichnet sich vorwiegend für ihren großen Sinn für Gerechtigkeit aus. Ihr Ansehen, aber vor allem ihre Ehre ist ihnen heilig. Ein Versprechen wird nicht lose formuliert, nicht salopp erteilt, sondern ist für sie ein verbindlicher Vertrag. Gleiches halten sie mit Urteilen. Damit sind sie wohl die offensten und konsequentesten Adligen im ganzen Reich. Zudem scheinen ihre Gene sehr dominant zu sein: reine, meeresblaue Augen und rotbraunes, zumeist weilliges Haar tragen fast alle Sprösslinge der sel' Veldurn.

Geschichte
Ihre Blutlinie brachte in der Vergangenheit viele heroische Ritter hervor, die noch heute bekannt sind als die Ritter der tausend weißen Tulpen. Sie waren nicht nur geschickt, sondern auch gerecht. Sie beschützten die Schwachen und kämpften gegen jegliche Tyrannei - das zumindest erzählen die Geschichten. Auch noch heute, mehr als 500 Jahre später, bringt man sie mit diesen edlen Kriegern in Verbindung. Dennoch, sind sie ein noch recht junges Haus und bauten sich erst 688 n.M.K. ein Leben im Reich auf, wo sie zuvor noch frische Außenseiter waren.
 


Dallesworn
"Mein Wille aus Eisen geschmiedet!"
hohanischer Herkunft
 
Wappen
Beute, und dennoch stolz. So erhebt sich der rote Hirsch. Das Geschlecht der Dallesworn mag jung und turpisch sein, doch es steht aufrecht, klug und bereit sich zu behaupten. In Hoffnung und Wunsch nach Frieden tiefgrün gebettet.

Charakteristik
Dallesworn ist ein Name, der den meisten Yepharen, gerade bei Hofe, übel aufstößt. Man fürchtet sie nicht, man missbilligt sie. Sie sind fast ausschließlich menschlich (oder sehr selten halbblütig) und kommen ursprünglich aus der Arbeiterklasse als Mienenarbeiter. Da sie sich immer wieder behaupten mussten, ist das noch recht junge Adelsgeschlecht gefüllt von charakterstarken Mitgliedern, die in der Lage sind, ihre Schwächen durch kluge Strategien und Einfluss auszugleichen. Sie lassen sich nicht schnell unterkriegen und stehen sinnbildlich für die Menschen, die sich gegen die 'Stärkeren' durchkämpfen. Die Familie ist aber trotz ihrer spitzen Zunge nicht kriegerisch besinnt, sondern setzt auf gute Konflikt- und Kommunikationsstrategien mit denen sie fast den sel' Wyhr Konkurrenz machen.

Geschichte
Die Adligen der Turpis. Als menschliches Haus sind die Dallesworn eine wahre Rarität. Das eigentlich bürgerliche Geschlecht ist ein recht neues noch dazu. Aufgrund vieler Sympathisanten im Volk und großer Einflüsse im Süden des Landes, wo sie viele Mienen verwalten, konnten sie sich in den Hof kaufen - meinen viele böse Zungen. Fakt ist jedoch, dass ihre Macht im letzten Jahrhundert drastisch zunahm und dem yepharischen Adel nichts weiter übrig blieb, als sie in ihre Mitte aufzunehmen. Denn das Volk liebt sie. So halten sie die Bürger ruhig, besänftigen ihre Gemüter, zumindest ein wenig. Viele Menschen hoffen, dass die Dallesworns es schaffen, für die menschliche Bevölkerung bessere Bedingungen auszuhandeln. Dabei werden sie im ganzen Adel, gerade von den Seriyaath, die sie zu verabscheuen scheinen, für ihre Menschlichkeit gemieden, nahezu gehasst. Es blieb dem Haus daher oft nichts anderes übrig als in den eigenen Reihen oder sich mit kleinere turpischen Edelleuten zu verheiraten. Denn nur selten lässt sich eine andere Familie freiwillig auf sie ein, zumindest solange es vermieden werden kann.
 


vun Oflaard
"Blut für Blut, Kampf für Kampf!"
lymischer Herkunft
 
Wappen
Der Kopf eines Ebers prangt auf grünen, weißen und gelben Streifen. Das Wildschwein ist nicht nur kraftvoll. Es ist aggressiv und weiß sich zu verteidigen, genau das Temperament dieser Blutlinie.

Charakteristik
Offensiv, direkt und ehrliche Gesellen - so wird die lymische Familie häufig beschrieben. Sie sind kampferfahren und streitlustig, zumindest, wenn man in alte Wunden sticht. Man sagt ihnen nach, dass sie schnell aus der Haut fahren und ein feuriges Temperament haben, wie kein zweites Haus. Daher können sie nicht nur starke Verbündete, sondern auch gefürchtete Feinde sein, die nicht eher ruhen, ehe die Schulden beglichen wurden, so lautet auch ihr Motto. Einen Keiler sollte man also stets wörtlich nehmen. Neben dem aufbrausenden Verhalten erkennt man sie schnell an ihrem wilden Haar, das in schwarzen Locken in jeder Schlacht aufblitzt wie ein blutrünstiger Schatten. Doch trotz ihrer Liebe zu Waffen, sind sie treue Anhänger des Zirkels, halten sich lammfromm an die Gesetze.

Geschichte
Das Kriegergeschlecht hat viele offene Rechnungen, die sie nie so ganz verzeihen konnten, auch wenn sie schon mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte zurückliegen. Mit den vun Edeburg beispielsweise stehen sie auf einem stillen Kriegsfuß, hassen sie stumm. Einst waren die beiden Familien eng verbunden, heirateten untereinander, knüpften eine enge Allianz, doch es führte eins zum anderen. Niemand weiß mehr so recht, was passiert ist, doch die tiefe Fehde der beiden lymischen Häuser ragt bis in die heutige Generation empor. Doch sollte man die vun Oflaards auch nie allein mit den Thornwains lassen. Zwei Häuser, beide so gleich von Sturheit gezeichnet und doch so unterschiedlich. Nachdem Hrafen, der Furchtlose, den damaligen Fürsten des Hauses um mehrere Millionen Marills geprellt hatte, zerbrach auch dieses Bündnis und konnte über die Generationen hinweg das Misstrauen nicht erlöschen.
 

Kleinere Häuser

Mungell
"Keiner so treu!"
hohanischer Herkunft
 
Wappen
Tapfer fliegt der goldene Gockel der Mungell empor und teilt das Banner in rot und blau, die ihre Rolle in der Geschichte verkörpern sollen: Siegreiche Kriege und ergebene Treue.

Charakteristik
Haus Mungell ist ein bescheidenes Haus, das zwar nie viele Mittel hatte, außer seiner Kampfeskunst und Armeen, doch ein sehr herzensguter Befürworter der da Lildains ist. Sie zeigen sich in der Öffentlichkeit sehr offen, sind große Sympathisanten des stählernen Zirkels und seiner Gesetze. Einen Mungell aus der Fassung zu bringen ist nicht einfach, es sei denn, man beleidigt seine Ehre oder seinen Verstand. Da kann der gestandene Edelmann schnell zum Streithahn mutieren, wenn auch nur in Worten. Sie leiden schon lange an den üblen Gerüchten, die man sich hinter ihren Rücken über sie erzählt. Man kann sie nur für ihre innere Stärke, diese Schikane zu ertragen, beneiden - oder doch eher bemitleiden?

Geschichte
Auch wenn die Mungells genauso wie die Dallesworns aus der Bürgerschicht stammen, werden sie wesentlich besser unter den Adligen angesehen. Sie sind ein altes Haus, das noch aus den Kriegen vor der Krönung von Melvan, dem Revolutionären, den da Lildains als Verbündeter zur Seite stand. Zwar waren ihre finanziellen Mittel eher bescheiden als reichlich, doch die Männer, die für das Haus kämpften, waren schon damals nicht zu unterschätzende Gegner. Im Weiteren teilen sie mit dem Königshaus eine lange Geschichte, unterstützten sie in vielen Schlachten, was ihnen, noch heute, die Gunst der Erzherzogen höchstpersönlich verschafft. Es liegt allerdings zweifelsfrei auf der Hand, dass sie es ohne die Krone nie soweit geschafft hätten. So meinen viele Missgünstige, sie würden um jeden Preis den da Lildains gefallen wollen, stehen allweil in dessen Schatten und machen keinen Schritt ohne dessen Einverständnis. Räudige Hunde, die freudig mit dem Schwanz wedeln, wenn ihr Herrchen nach ihnen pfeift - natürlich würde ihnen das keiner je ins Gesicht sagen. Doch die Witze über sie waren schon immer aus allen Mündern zu vernehmen.
 


da Hiilazre
"Tief wie das Meer!"
hohanischer Herkunft
 
Wappen
Eine zweischwänzige Meerjungfrau nimmt Platz auf dem Wappen dieses hohanischen Hauses. Ihre Verbundenheit zur hohen See sitzt tief in ihrer Geschichte. Gelb und Blau stehen symbolhaft für Sonne und Wasser.

Charakteristik
Haus da Hiilazre gilt als eines der eigenwilligeren Adelsgeschlechter des Reiches. In sich gekehrt und von stiller Würde geleitet, umgibt sie für viele etwas fremdes, wie das Meer, dem ihr Herz gehört. Ihre Ländereien umspülen schließlich weite Küstenabschnitte.
 
Trotz ihrer zurückhaltenden Art zählen sie zu den treuesten Verehrern der Krone. Dazu halten sie sich in den Machtspielen vorwiegend im Hintergrund, wissen abzuwarten und mit ehrvoller Tugend die Prinzipien des Zirkels durchzusetzen.
 
Was sie von anderen Häusern besonders unterscheidet, ist ihre Nähe zum einfachen Pöbel. Die da Hiilazres schätzen Einfachheit und Autonomie. Sie machen ihre Wege selbst, bedienen sich ihrer Hände, wo andere sich bedienen lassen. Dienstpersonal halten sie für überflüssige Zierate. Ein Zeichen von Hochmut. Ihre Noblesse liegt nicht in Prunk und Spot, sondern in Haltung.


Geschichte
Die heute treuen Gefolgsleute der da Lildains kämpften im Krieg der drei Könige noch unter einer anderen Hand für das damalige Reich Crelan. Nach dessen Untergang versprachen sie ihre Hingabe der heutigen Krone, der sie seither ergeben dienen. Dabei hielten sie sich besonders bedeckt, ließen sich nichts zu Schulden kommen und tragen in der Öffentlichkeit eine weiße Weste.
 
Nachdem sich das Reich vereinte, verwalteten sie die große Insel Nerymm - darunter im Besonderen die bekannte Hafenstadt Anvasell, regelten den Markt, teils auch auf dem Festland an der Küste. Sie delegierten den Handel, organisierten und stellten Schiffe für das Königshaus. Dennoch kamen immer wieder Gerüchte auf, die da Hiilazres hätten in der Vergangenheit Ressourcen des Reiches veruntreut, doch ihnen konnte in all den Jahren nicht ein Vergehen nachgewiesen werden.
 


sel' Wyhr
"Haltet den Frieden!"
lymischer Herkunft
 
Wappen
Schon fast widersprüchlich präsentiert sich der Falke, der für Tugend und Eifer steht. Mit ausgestreckten Flügeln erhebt er sich gen Himmel empor, stehend für Beständigkeit und Treue.

Charakteristik
Dem lymischen Haus spricht man ein sehr diplomatisches und friedvolles Wesen zu. Sie agieren lieber indirekt, statt direkt und passiv, statt aktiv. Sie ließen sich nie etwas zu schulden kommen und spielen ganz offen nach dem Gesetz des Zirkels. Das eigene Wort teilen sie nicht mit Außenstehenden - so halten es alle Nachkommen.
 
Das ihre Bescheidenheit auf etwas anderes zurückzuführen ist, als ein harmonisches Wesen, weiß niemand im Reich. Viele Generationen hinweg sucht die Familie ein unsäglicher Fluch heim - zumindest ist es das, was sie selbst glauben. Dabei liegt die Antwort in ihren eigenen Genen: Im Laufe ihres Lebens erkranken sie an enormen Bewegungsstörungen (Morbus Parkinson), die ihr Handeln ab einem gewissen Alter massiv einschränken. Daher wird man keine älteren Regenten als öffentliche Repräsentanten sehen können. Die Forschung ist leider noch nicht weit genug, um den 'Fluch' überhaupt als eine Erkrankung zu identifizieren, geschweige denn ein Gegenmittel zu finden. Schließlich sind die sel' Wyhrs sehr schweigsam, was ihre größte Schwachstelle betrifft. Selbst Ärzte lassen sie kaum an sich heran. Um das Geheimnis nicht nach außen zu tragen, verheiratet sich das Haus ausschließlich mit eigenen Familienangehörigen, was ihren gesundheitlichen Zustand überdies beeinträchtig.


Geschichte
Bereits vor der Krönung von Melvan I. konnten sie Fuß fassen und auch wenn sie klare Vasallen des Königshauses sind und waren, bekennen sie sich selten einer Flagge. Zu groß ist die Furcht, sich unbeliebt oder gar zum Feindbild erklären zu lassen. Aufgrund ihrer, für viele sehr unbegründete, Unterwürfigkeit machten sich die sel' Wyhrs mehr Verbündete als Gegner. Dabei hat das Haus sich viele Reichtümer anhäufen können. Ihnen mangelt es an nichts, auch nicht an fähigen Männern, sollten sie das wollen. Dennoch ist es ein sehr einsamen Leben, das sie führen.
 


Seriyaath
"Moral und Anstand!"
hohanischer Herkunft
 
Wappen
Mut und Reinheit werden dem schwarzen Einhorn des Wappens dieser Familie zugeschrieben. Verbunden mit der Erhabenheit des weißen Hintergrundes, zeugt es von den tiefverankerten Attributen der Seriyaaths.

Charakteristik
Keinem anderen Geschlecht wird so viel Arroganz nachgesagt wie den Seriyaaths. Sie gelten als Könige der Hybris, als Verkörperung von Kälte und verführerischem Liebreiz zugleich. Ihre unnahbare Haltung wird von einem tiefen Groll auf die Menschen begleitet. Einem Hass, den sie offen zur Schau stellen. Noch heute scheinen sie regelrecht Lust darin zu finden, ihre Bediensteten und jedes andere turpische Gefolge zu demütigen. Mit ihrem Sadismus sollen sie sogar die düsteren Schilderungen aus den Glanztagen der vun Edeburger überragen.

Auch ihr Erscheinungsbild trägt zum Nimbus der Seriyaaths bei. Ihr beständiges Antlitz währt über Generationen hinweg fort, sodass nahezu alle Mitglieder dieselben Züge tragen: filigran geschwungene, schmale Lippen, sowie eine schwarze, üppige Haarpracht. Glattes Haar, das, sonderbarer Weise, über einen bläulichen Glanz verfügt.


Geschichte
Lange Zeit hielten die Seriyaaths unbeirrt an den alten Traditionen fest und verweigerten dem Eisernen Zirkel die Anerkennung. Das hat viele zu der Annahme verleitet, sie seien auch heute noch der Krone abgeneigt, doch inzwischen haben sie gelernt, dem Königshaus zumindest nach außen hin den Schein der Loyalität zu wahren.

Ihre ablehnende Haltung brachte dem Geschlecht bereits in vergangenen Epochen zahllose Fehden mit den Vasallen der da Lildains ein. Auch heute noch meiden die Seriyaaths die Gesellschaft der da Hiilazres und Wangurias - wenngleich diese Feindschaft eher einseitiger Natur ist. Weitaus offener zeigt sich ihre Abneigung gegenüber dem Haus Dallesworn, dessen Sprösslinge menschlicher Herkunft sind. Zwar folgte bisweilen kein offener Krieg zwischen ihnen, doch ihre gegenseitige Antipathie ist mehr als nur ein offenes Geheimnis.
 


vun Magsteet
"Tradition, Ordnung, Familie!"
lymischer Herkunft
 
Wappen
Graziös wächst ein Nadelbaum vor güldenen Ornamenten empor, der die tiefen Wurzeln dieses lymischen Geschlechts darstellt. In Sonne, wie in Sturm bleibt die Familie geerdet. Vier braune Sterne machen das Wappen komplett und stehen für die verblichenen Ahnen, die im Sternenhimmel über sie wachen.

Charakteristik
Ihr Familienmotto spricht wirklich Bände, insbesondere verborgen vor den Augen und Ohren der Öffentlichkeit. Das Adelsgeschlecht, das zu einer der ältesten Familien der Lymer gehört, ist fest mit dem Glauben und alten Sitten verbunden. Nichts ist wichtiger, als nach den Regeln der Götter zu spielen oder vor der Außenwelt das makellose Haus zu mimen. Dabei herrscht ein regelrechter Zwang: Frauen werden hier mehr als irgendwo sonst eher als Vieh, als wirklich Teil der Familie betrachtet, während die Söhne tunlichst auf Perfektion getrimmt werden, das Beste aus sich herauszuholen. Nur in Gesellschaft verbrämen sie die Sünden hinter höflichen Masken. Die meist recht klein ausfallende Statur der Familienmitglieder lässt nur noch mehr auf falsche Rückschlüsse ziehen, lässt sie harmlos wirken. Wann wohl dieses mustergültige Bild zerbricht?

Geschichte
Die vun Magsteets scheinen keine Makel zu haben, bleiben unauffällig in den Zeilen der Vergangenheit. Sie investierten viel in den Krieg, ließen aber andere für das damalige Neulikya kämpfen. Vieles geschah unter der Hand, obwohl sie maßgeblich die meisten Güter für die Schlachten den Lymern zur Verfügung stellten - was sie bis heute abstreiten. Zwar stimmten sie für die Gesetze des Zirkels, als dieser gegründet wurde, doch ihre wahren Gedanken dazu sind schwer zu durchschauen gewesen.
 


vun Edeburg
"Stets gerecht!"
lymischer Herkunft
 
Wappen
In vier geteilt in Bordeaux und Tannengrün weilt ein eindrucksvoller Braunbär, der Stärke und Überlegenheit ausdrückt. Ein Rot, das von Feindesblut stammt und ein Grün für die immerwährende Kraft, die das Haus in all den Generationen erbrachte, vollenden ihr Wappen.

Charakteristik
Einst als gefährlichstes Adelsgeschlecht bekannt, sind sie heute nur noch ein Schatten ihrer selbst. Das Leben ist zu schön, um sich mit Nichtigkeiten herumzuschlagen! Lasst es doch die Bauern machen! Die Edeburger, wie sie gern genannt werden, genießen ihr Dasein in vollen Zügen, sind sowohl verschwenderisch als auch großzügig. Zumindest, wenn man in den gleichen Kreisen verkehrt, versteht sich. Selbstverständlich will man doch das Beste für sich selbst herausschlagen können, nicht wahr?

Die vun Edeburger sind zwar für ihre pompösen Bälle bekannt, aber genauso für ihre falsche Art, die sich im Land schneller herumgesprochen hat, als ihre neusten Skandale. Manchen spricht man auch einen unterschwelligen Gottkomplex zu. Andere wiederum bezeichnen sie allesamt als Narzissten. Ihren Sadismus jedoch scheinen sie eindeutig beibehalten zu haben.


Geschichte
In den Kriegen der drei Könige konnten sie sich bereits als blutrünstige Familie herauskristallisieren. Sie waren kampferfahren, gute Strategen und verstanden es, ihre Feinde bluten zu lassen und sie in allen Regeln der Kunst in den Wahnsinn zu treiben. Für ihre Folterkünste wurden sie eine lange Zeit verschrien. So beugten sie zuletzt das Knie und zeigten sich noch später, wenn auch sehr widerwillig, mit den neuen Gesetzen des Zirkels einverstanden. Manche munkeln sogar, dass sie sich die alten Tage zurückwünschen würden. Ihre Blutgier nahm aber mit jeder folgenden Generation zunehmend ab und schnell waren sie nur noch als das vergeuderische Adelsgeschlecht bekannt.
 


sel' Aurblum
"Mit all unserer Inbrunst!"
lymischer Herkunft
 
Wappen
Ein schwarzes Banner, das von einem goldenen Schlüssel geziert wird. Links und rechts erstrecken sich zwei Lorbeerpflanzen in einem hellen Moosgrün, die wie edle Flügel wirken. Die de Auerblums sind freigeistig, glauben, sich jede Tür öffnen zu können, wenn sie es nur wollten. Welche Symbolik könnte also näher liegen als diese?

Charakteristik
Als ein sehr leidenschaftliches, aber doch sehr bedachtes Haus betrachtet man die sel' Aurblums. Es mag durchaus stimmen, dass die Angehörigen sehr belesene Adlige sind, doch sind sie für einige auch mit Vorsicht zu genießen. Sie scheinen es mit der Treue nicht so genau zu nehmen und damit gehen sie recht offen um. Bastarde stellen für sie auch keine Schande dar. Liebe ist etwas schönes. Man solle sie teilen und nicht einsperren! Einige Balladen handeln von tragischen Liebespaaren, die diesem Hause entsprungen sein sollen. Nicht Grundlos bezeichnen viele, wenn auch eher mit süffisanten Unterton, die Familienmitglieder als die besten Romantiker und... Liebhaber. Allgemein sollen sie große Befürworter der Kunst sein. Nicht nur spricht man ihnen eine unbeschreibliche Schönheit zu, mit ihren haselnussbraunem Haar, olivgrünen Augen, sonnengeküstem Teint und ihrer hünenhaften Gestalt, sondern auch ihre Namen seien stets melodisch. Diese sind nämlich immer an Blumen oder andere Pflanzen angelehnt.

Geschichte
Ein Haus, dessen Geschichte mehr als 1000 Jahre zurückliegt, dichtete man viele Dinge an. Gerüchte sprechen über unzählige Affären und dem Betrug anderer Häuser. Andere erzählen von Verschwörungen gegen die Krone. Wo in all diesen angeblichen Skandalen die Wahrheit liegt, ist sehr umstritten. Interessiert sich dieses Haus überhaupt für etwas anderes als die eigenen Begierden? Fakt ist jedoch, dass sie ein sehr innigliches Bündnis mit den da Lilbaren schlossen und diese in den letzten Jahrhunderten vermehrt unterstützt haben. Einen handfesten Groll gegenüber dem Zirkel scheinen sie allerdings nicht zu hegen. Doch wo Wahrheit und Lüge verschmelzen, ist es schwer, genaue Muster zu erkennen, verborgen hinter vielen Türen, deren Schlösser nur sie allein öffnen können.
 


Thornwain
"Spürt meine Hörner!"
hohanischer Herkunft
 
Wappen
Auf dem Wappen der Thornwains thront stolz das Haupt eines schneeweißen Rambouillet Schafbocks auf einem einhaltlichen Braun. Er symbolisiert ihre starke Willenskraft und den Zusammenhalt innerhalb der Familie.

Charakteristik
Das Thornwain-Haus ist ein sehr eigenwilliges Geschlecht, dass stets mit seinem eigenen Kopf zu denken pflegt. Handlungen sagen mehr aus, als seine Worte - davon sind sie völlig überzeugt. Seit jüngster Zeit aber scheinen sie ihre temperamentvolle Art abgelegt zu haben. Die Schafböcke streben seit zwei Jahren Versöhnung an und versuchen sich mit ihren Kontrahenten gut zu stellen. Mehr noch streben sie neue Allianzen an. Hinter diesem schlagartigen Wandel steckt der verzweifelte Versuch sich aus ihrer Geldknappheit zu befreien, ehe es an die Außenwelt durchdringt.


Geschichte
Das recht junge Haus Thornwain wurde erst in Folge der Vereinigung des Reiches gegründet, als die Krone treue Familien einsetzte, um die Landen zu verwalten. Sie waren keine üblichen Nobelmänner, sondern nüchterne Verweser. Streng, rational und den Gesetzen ergeben.

Doch ihre Verwaltungsgabe schlug in Geiz und Stolz um: über Generationen äufneten sie Reichtümer, die schon längst nicht mehr ihnen gehörten. Illusionen auf Papier.

Hrafen XIII. Thornwain, genannt der Furchtlose, war nicht der Krieger, als den man ihn in Geschichten belobigt, sondern ein maskierter Lügner. Ein Scharlatan, der sein Vermögen verhurte und seine Männer in einen sinnlosen Krieg ins alte Land schickte. Einen Kampf, den er nicht gewinnen konnte. Ressourcen, die ein schnelles Ende nahmen. Die Folgen seiner Taten sind auch noch knapp 200 Jahre nach seinem Ableben zu spüren, wo der Schein langsam zu bröckeln beginnt. Ein gemochter Name kann einen sehr lange durch das Leben tragen, doch wie lange kann man den Schein noch aufrecht erhalten?
 

Solltest Du vorhaben, einen Adligen zu spielen, musst Du Dir eines dieser Häuser aussuchen. Daneben gibt es keine anderen, um eine gewisse Übersicht beibehalten zu können. Die einzige Ausnahme bilden hier Freiherren/ Freifrauen, da diese nicht von Grund auf blaublütig sind.